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Krantypen und ihre Entstehung

Ein Kran ist heute von keiner Baustelle mehr wegzudenken. Ob manuell oder mit Motorentechnik betrieben – die Krane verladen und bewegen riesige und schwere Lasten aller Art auf Fahrzeuge, Schiffe und Züge und transportieren Schwergut auf Baustellen, in Fertigungs- und Lagerhallen sowie beim Brücken- und Hochbau. Auch zum Umschlagen von Schüttgütern werden Krane eingesetzt und dabei vereinfacht als Bagger bezeichnet.

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Die Geschichte der Krane vom 3-Rollen-Zug bis zum Mobilkran

Der Begriff Krane oder auch Kräne stammt aus dem Altgriechischen und heißt eigentlich „Kranich“, was die Form dieser Maschine assoziiert. Griechische Architekten waren es auch, die die ersten Krantypen konstruierten, um ihre monumentalen Transport- und Bauarbeiten zu beschleunigen und zu vereinfachen. Bereits im späten 6. Jahrhundert vor Christus entwickelten sie die ersten stabilen Hebezangen zur Fortbewegung schwerer Steinblöcke.

Später folgten der Trispastos (3-Rollen-Zug) und der Pentaspastos (5-Rollen-Zug), die das ursprüngliche Prinzip unserer heutigen Baukrane etablierten. Mit diesen simplen Hebemaschinen konnten bereits Gewichte von bis zu 150 bzw. 450 Kilogramm gehoben und bewegt werden. Die Römer setzten diese Erfindung fort und entwarfen im 1. Jahrhundert nach Christus den Polyspastos, der bereits den modernen Kranmaschinen ähnelte. Mit dieser über 10 Meter großen Maschine konnten vier Arbeiter bis zu 3.000 Kilogramm anheben.

Griechen und Römer entwickelten die ersten Krantypen

Die modernen Kranmodelle folgten bereits im Mittelalter und verfügten über solide und drehbare Kranstämme oder -gehäuse. Bereits im Trierer Binnenhafen wurden mit einem Turmkran große Lasten auf Schiffe verladen. Nach anfänglichen Kranbauten aus Stein und Holz entschieden sich die Architekten im 19. Jahrhundert, die bis heute gängigen Stahlkrane einzusetzen.

Schon damals wurde der Unterschied zwischen einem Kran und einem einfachen Hebezeug deutlich, denn die Krane können sich sowohl vertikal und horizontal als auch nach links und rechts bewegen. Prinzipiell ermöglicht der Kran es, eine Last an einem Punkt aufzunehmen und an einem anderen abzuladen.

Verschiedene Krantypen in der Übersicht

Heute gibt es vielseitige Kranmodelle, die allesamt den jeweiligen Anforderungen und Bedürfnissen zwischen Bauarbeiten, Logistik und Transport angepasst worden sind.

Die wichtigsten Krantypen und Konstruktionen folgen im Überblick:

Brückenkran: Brückenkrane sind für ein breites Einsatzgebiet verwendbar und eignen sich vor allem zum Bewegen großer Lasten. Die guten Bedieneigenschaften und vielfältige Standardkomponenten sowie Zusatzausrüstungen dieses Krans bieten eine effiziente und bodenfreien Förderung. Mit geringem Eigengewicht bei großen Traglasten sind Spannweiten bis zu 30 Meter möglich. Je nach Bauart sind oben laufende Brücken- oder Hängekrane einsetzbar. Brückenkrane werden oft auch als Hallen- oder Deckenkran bezeichnet.

Autokran: Auto- und Fahrzeugkrane sind die mobilsten und flexibelsten Kranmodelle auf dem Landweg. Diese Mobilkrane verfügen über einen fahrbaren Auslegerkran, der sich auf einem Fahrwerk mit Rädern oder Ketten befindet. Damit können schwere Lasten auf Straßen und im Gelände transportiert werden. Mobilkrane sind heute unentbehrliche Helfer auf dem Bau, bei Windkraftanlagen und Kraftwerken, im Brückenbau, im Hochbau sowie bei Bergungen, oft kommen auch gebrauchte Autokrane zum Einsatz. Bekannteste Hersteller dieses Krantyps sind beispielsweise Liebherr und Gottwald.

Portalkran: Der Portalkran hat seinen Namen durch seine torähnlichen Konstruktion erhalten. Diese Kranart wird auf einem Schienenlaufwerk bzw. auf einer Gleislaufbahn auf der Erde bewegt oder wahlweise auch gleislos auf Rädern bzw. einem Raupenlaufwerk. Dieser Typ Kran überspannt seinen Arbeitsbereich wie ein Tor oder Portal und kann zwischen seinen stabilen Stützen sehr hohe Lasten heben und bewegen. Wenn die Kranbrücke nicht über die Stützen hinausragt, ist hier kein Gegengewicht notwendig. Portalkrane werden häufig auf Verladestationen, Schiffshäfen und Container-Ports eingesetzt. In einer erweiterten Bauweise ist dieser Kran auch als Verladebrücke oder Kranbrücke bekannt. Varianten dieses Modells sind der Halbportalkran, der Bockkran und der Portal-Wippdrehkran.

Derrickkran: Vor allem in Steinbrüchen kommt der Derrickkran zum Einsatz. Er besteht aus einem oben abgespannten oder abgestrebten Mast und einem verstellbaren Ausleger. Der Ausleger ist gelenkig und wird von einem Strang gehalten, der über die Mastspitze führt. Mit dieser Konstruktion können komfortabel massive Steinblöcke von bis zu 30 Tonnen gehievt werden. Auch in Holzsägewerken und im Bergbau finden sich noch Derrickkrane. Kleinere Varianten sind als Dreibockkran bekannt.

Kabelkran: Kabel- oder Seilkrane bestehen aus zwei Masten oder Türmen, die über die Spitzen mit mehreren Tragseilen verbunden sind. Über die Seile werden jeweils Laufkatzen mit Windwerk transportiert, an denen die Last angehängt, angehoben und abgesenkt wird. Auch hier sind Transportgewichte von bis zu 30 Tonnen möglich, wodurch diese Krananlagen vor allem im Bergbau, in Steinbrüchen, auf Schiffswerften sowie in der Forstwirtschaft und an Staumauern eingesetzt werden.

Schwimmkran: In Gewässern, an Häfen, auf Flüssen und an Bohrinseln kommen mobile Schwimmkrane zum Einsatz. Mit diesem Krantyp können Güter bequem von der Seeseite beladen und schwere Güte auch auf dem Seeweg transportiert werden. Schwimmkrane befinden sich auf einem Schwimmkörper (Ponton) und haben entweder einen eigenen Fahrantrieb oder werden wahlweise mit Schleppschiffen bewegt. Der derzeit leistungsfähigste Schwimmkran „Thialf“ kann Lasten bis zu 14.200 Tonnen laden.

Turmkran: Der Turmkran oder Turmdrehkran (TDK) gehört zu den häufigsten Kranen auf Baustellen der ganzen Welt. Diese Hebemaschine mit eingebautem Drehkranz kann Lasten vertikal und horizontal bewegen. Das Tragwerk ist sehr solide und oft durch Ausleger stabilisiert. Die ersten Turmkrane stammen aus Deutschland und wurden um 1910 in Kassel und Zweibrücken entwickelt.  In der Regel unterscheidet man zwischen oben und unten drehenden Turmkranen sowie zwischen Nadel- und Katzauslegern.

Ladekran: Diese Beladeeinrichtung ist auf Nutzfahrzeugen montiert, um hydraulisch Lasten zu verladen. Diese Krantypen sind meistens schwenkbar und können teilweise vom Fahrwerk abmontiert werden. Diese Form des Kleinkrans findet sich oft in Lagerhallen und zum Be- und Entladen von LKW und Zügen.

Wir bei der KHB sind spezialisiert auf Autokrane und freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Kranhandel.